Als wir am Mittwoch abend per Mail erfuhren, dass die Schule, in der wir Praktikum machen, den ganzen August Ferien haben wird (weil der Regierung mal danach war...), gingen wir am Donnerstag mit nicht allzu hohen Erwartungen zu unserem ersten Arbeitstag.
Kurzerhand wurden wir im dazugehoerigen Waisenhaus untergebracht, wo wir nun die naechsten Wochen die meiste Zeit verbringen werden. Recht schnell wurden wir mit den sieben Kindern alleine gelassen und sahen uns vor die Aufgabe gestellt, nicht nur Suaheli zu lernen, sondern auch kenianische Sign Laguage... Zwei der Maedchen sind taub, ein Junge ist autistisch und es ist sehr beeindruckend zu sehen, dass alle Kinder Sign Language koennen und sich gegenseitig unterstuetzen.
Nun koennen die Kinder also schon "Der Fuchs geht um" spielen und wir haben das erste Mal hier in Kenya mit den Haenden gegessen. Ohne feste Struktur ziehen sich die Tage ganz schoen, aber bei uns "Mzungus" (Suaheli fuer Weisse) gibt es ja vieles zu untersuchen: Leberflecke, Haare auf den Armen, Haare durchwuscheln, Brille, Schmuck...
Obwohl das Waisenhaus am Rande des Slums liegt, waren wir beeindruckt zu sehen, wie fortschrittlich und liebevoll die Schule gestaltet ist und auch im Heim ist zumindest alles vorhanden, was die Kinder brauchen. Auch ist es schoen fuer uns zu erkennen, dass wir uns hier am Stadtrand ohne Probleme frei bewegen koennen und auch alleine durch den Slum zur Arbeit laufen koennen.
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